Saison 2026
Zefiro Torna - Klang und Poesie im 15. und 16. Jahrhundert
04.07.2026 | 19 Uhr (Konzerteinführung um 18.30 Uhr)
Literaturhaus Graz (Elisabethstraße 30, 8010 Graz)
Zefiro torna – der Wind Zefiro kehrt zurück und mit ihm Frühling, Liebe und Neuanfang. Doch jeder Neuanfang birgt auch Verlust und Trauer – wie wurde diese Spannung in der Musik und Poesie der Renaissance verarbeitet? Das Consort delle fiorelle verbindet die Texte ausgewählter Werke mit den Klängen der Blockflöten und interpretiert sie in unterschiedlichen Sprachen – gesungen, gesprochen und instrumental – sodass Musik und Wort in lebendiger Wechselwirkung stehen. Mit der Stimme als Vorbild für das Musizieren wird die Vielstimmigkeit der Polyphonie hörbar gemacht. delle fiorelle führt das Publikum durch eine frühe, facettenreiche Welt, in der Klang, Sprache und Emotion miteinander verschmelzen. Es erklingt Musik von Cipriano de Rore, Claudio Monteverdi, Luca Marenzio, Giovanni Pierluigi da Palestrina und anderen.
Ensemble delle fiorelle
Margaux Goubet, Leona Lenger, Klara Werner – Blockflöten
Pia Gruber – Blockflöten, Gesang
© Charlotte Gruber
L'Histoire de la Danse - Musik und Tanz vom Mittelalter bis heute
11.07.2025 | 19 Uhr (Konzerteinführung um 18.30 Uhr)
Literaturhaus Graz (Elisabethstraße 30, 8010 Graz)
Tanz war ein europaweites Phänomen und ein wesentlicher Bestandteil der Barockkultur: Überall wurde getanzt und jedes Land, jede Stadt und jede Nation hatte ihren eigenen Geschmack sowie ihre eigenen Traditionen. Unser Programm zeigt einen Ausschnitt aus diesem Repertoire in seiner ganzen Farbenpracht: Dabei bewegen wir uns von Frankreich nach Italien und England bis nach Spanien, von Allemande und Courante über traditionelle Volksweisen bis zum Fandango, mit Tanz und Musik vom Mittelalter bis heute.
Ensemble Cypress&Cinnamon ft. Elena Riesel
Omri Avidov – historische Tasteninstrumente
Alena Naima Kiszter – Blockflöten, Viola da Gamba
Johanna Unterpertinger – Blockflöten, historische Fagotte
Elena Riesel – Tanz
© Johanna Unterpertinger
Mit der Blockflöte übers Meer - Von Vögeln und Piraten - Ein Familienkonzert
24.07.2025 | 16 Uhr
empfohlen für Kinder von 5 bis 9 Jahren
Literaturhaus Graz (Elisabethstraße 30, 8010 Graz)
Das Familienkonzert Mit der Blockflöte übers Meer – Von Vögeln und Piraten verbindet Alte Musik mit einer spannenden Geschichte zu einem kindgerechten, fantasievollen Konzerterlebnis. Mit Musik und Schauspiel wird die Reise zweier Pariser Blockflötisten nach London erzählt. Die Geschichte führt die beiden über eine abenteuerliche Seereise – inklusive Piratenangriff – bis an den englischen Hof von König Charles II.
Das Publikum wird dabei aktiv in die Handlung eingebunden: Die Kinder helfen bei der Flucht vor den Piraten, werden Teil des königlichen Hofstaats und dürfen sich in Vögel verwandeln. So entsteht ein lebendiges Konzert, das historische Inhalte spielerisch vermittelt. Musik aus England und Frankreich (Händel, Corelli, Lully, u. a.) erklingt auf Cembalo, Cello und verschiedenen Blockflötentypen: Von Renaissanceinstrumenten bis zu barocken Bass-, Alt- und Sopraninoblockflöten ist alles dabei.
Ensemble Rayons du Soleil
Leona Lenger, Julia Wetzel – Blockflöten
Jakob Pungel – Barockcello
Manami Suzuki – Cembalo
© Hendrik Benz
The Common Flute - Liebe, Tod und Vogelgezwitscher
24.07.2026 | 19 Uhr (Konzerteinführung um 18.30 Uhr)
Literaturhaus Graz (Elisabethstraße 30, 8010 Graz)
London ist zu Beginn des 18. Jahrhunderts als bevölkerungsreichste Stadt Europas eine Kulturmetropole: Musikschaffende aus allen Ecken Europas finden ihren Weg in die Stadt. So kam auch die Blockflöte durch Musiker des französischen Hofes nach England. Allen voran der Blockflötenvirtuose Jacques Paisible, von nun an James genannt, machte die sogenannte Common Flute in London populär. Händels Opern feiern zu dieser Zeit enormen Erfolg, sodass der Musikverleger John Walsh die bekanntesten Melodien für die bei Amateuren beliebte Blockflöte arrangierte. Auch Corellis berühmte Violinsonaten veröffentlichte er in einer Fassung für selbiges Instrument – so konnten die Hits der Zeit zu hause nachgespielt werden. Neben diesen bekannten Melodien erklingen Stücke, die für Blockflöten selbst komponiert wurden: Liebesszenen bei John Blow, Klage und Tod in Henry Purcells Chaconne sowie Kammermusik von Daniel Purcell. Das Gezwitscher der Vögel, das besonders gut auf Blockflöten dargestellt werden kann, ist in William Williams Sonata in Imitation of Birds sowie in Improvisationen zu hören.
Ensemble Rayons du Soleil
Leona Lenger, Julia Wetzel – Blockflöten
Jakob Pungel – Barockcello
Manami Suzuki – Cembalo
© Hendrik Benz
La Suave Melodia - con flauto dolce, voce e organo
10.08.2026 | 19 Uhr (Konzerteinführung um 18.30 Uhr)
Bischof-Zwerger-Saal (Sparbersbachgasse 58, 8010 Graz)
La suave melodia – die sanfte Melodie…
…in der Schlichtheit eines Motivs, das sich langsam entfaltet
durch die Innigkeit des Ausdrucks
von Stimmen, die einander zuhören…
Dieses Konzert lädt auf eine Reise in die Klangwelt der späten Renaissance und des Frühbarocks ein. Ausgewählte Werke von Andrea Falconieri, Angelo Notari, Giovanni Pierluigi da Palestrina, Ludovico da Viadana und weiteren zeichnen ein Panorama musikalischer Ausdrucksformen und lassen eine Welt voll von Affekten und Klangvielfalt wieder lebendig werden. Eine bunte musikalische Welt – berührend in ihrer Schlichtheit und mitreißend in ihrer klanglichen Vielfalt. Die Stimmen treten in Dialog, imitieren einander, verweben sich und lösen sich wieder - ganz im Sinne der „suave melodia“, der sanften, und doch so ausdrucksstarken Melodie, die dieses Programm inspiriert hat.
Pia Gruber – Blockflöte, Gesang
Michael Braun – Orgel
© Stefan Gruber (links), Nils König (rechts)
Shapeline - Verflochtene Künste - Ein Improvisationskonzert
23.08.2026 | 19 Uhr (Museumsführung um 18 Uhr)
MuWa - Museum der Wahrnehmung Graz (Friedrichgasse 41, 8010 Graz)
Das interdisziplinäre Konzertkonzept Shapeline - Verflochtene Künste verbindet historische Instrumente, Tanz und Schauspiel mit der Ausstellung Präsenz der Linien Barbara Höllers im MUWA - Museum der Wahrnehmung. Dabei erklingt keine geschriebene Musik: Mithilfe von Soundpainting, einer Echtzeit-Kompositionsmethode, mit der die Künstler*innen durch verschiedene Zeichen miteinander kommunizieren, entsteht eine spontane, raumübergreifende Performance. Eindrücke aus der Ausstellung werden in narrative Fragmente, Musik und Bewegungen transformiert - mit Hilfe der improvisierten Klänge werden so die Kunstobjekte sowie der Raum erkundet. Das Konzept schafft eine partizipative Klangskulptur, die die Besucher*innen in die Wahrnehmungsprozesse einbindet und zum Nachdenken anregt.
Tea Table Consort
Johanna Unterpertinger – Blockflöten, Barockfagott
Leona Lenger – Blockflöten, Barockoboe
Alena Naima Kiszter – Blockflöten, Viola da Gamba
Álvaro Vallejo Larre – Geige
Jonas Maiberg – Tanz
© privat
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